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OpenSource und kostenpflichtige Plugins, wie passt das zusammen? Drucken
Beim Durchsehen der Plugins habe ich festgestellt, dass Sie für manche Geld verlangen. Wie passt das zum OpenSource-Gedanken von Elexis?


Anwort: OpenSource heisst nicht gratis. OpenSource heisst: Der Quellcode ist frei zugänglich und kann von jedermann an eigene Bedürfnisse angepasst und erweitert werden. ("Free" as in "free speech", not as in "free beer", beschrieb OpenSource Pionier Richard Stallman das Konzept).

Tatsächlich ist Elexis keineswegs gratis und war es noch nie: Es kostete und kostet die Beteiligten viele Arbeitsstunden, und auch die Bereitstellung der Website und der Support-Infrastruktur ist nicht kostenlos. Deswegen hier nochmal das Konzept:

  • Die Elexis-Philosophie ist folgende: Jeder kann kostenlos ein voll funktionsfähiges Arztpraxisprogramm herunterladen und bei sich benutzen. Dies wird auch immer so bleiben.
  • Wer sich die Arbeit nicht selber zutraut, oder die dafür nötige Zeit nicht aufwenden will, kann uns damit beauftragen, die Installation durchzuführen. Das ist aber nicht kostenlos.
  • Wer sicherstellen will, dass Programm, Tarmed, Medikamentendaten usw. immer auf dem neuesten Stand bleiben, und wer das Recht haben will, bei Problemen in kurzer Zeit kompetente Hilfe zu bekommen, der kann einen Wartungsvertrag abschliessen. Auch das ist nicht kostenlos.
  • Wer Funktionalitäten möchte, die im Grundprogramm nicht enthalten sind, kann das dafür notwendige Plugin entweder kaufen, oder, falls es noch nicht existiert, entwickeln lassen.  Auch das ist nicht gratis.
  • Wegen der Quelloffenheit sind Sie aber nie an einen einzelnen Hersteller gebunden, sonden können alle obengenannten Aufträge auch an andere Firmen vergeben.

Kurz  zusammengefasst: Das Produkt ist gratis, professionelle Dienstleistungen rund um das Produkt sind nicht gratis (aber absolut konkurrenzfähig). Letztlich kann das Gesamtprojekt nur dann weiterentwickelt werden, wenn die dafür aufgewendeten Kosten irgendwie gedeckt werden können, wenn sich also auch Anwender finden, die kostenpflichtige Dienstleistungen einkaufen.


 
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