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Omnivore-Dokument kann nicht importiert werden Drucken
Frage: Beim Import mit Omnivore kommt manchmal die Fehlermeldung "Datensatz ist zu gross für den Import". Was soll das und was kann ich machen?

Antwort: Zunächst: Dies ist eine Meldung der Datenbank, welche von Elexis nur an Sie weitergereicht wird. Sie besagt,  dass Sie versucht haben, ein zu grosses Objekt in der Datenbank zu speichern. Zu gross kann ein Objekt vor allem dann sein, wenn Sie es mit einer zu hohen Auflösung oder einer zu grossen Farbtiefe eingescannt haben.

Generell gilt: Die Scannereinstellungen für den Import von externen Dokumenten sollten korrekt gewählt werden. Dazu muss man berücksichtigen:
- Die Dokumente sind meist schwarzweiss
- Ein normaler Bildschirm zeigt 96dpi an. Bei gedruckten Texten empfindet man 150dpi als gut, 300dpi als makellos und noch höhere Auflösungen kann man mit dem Auge gar nicht von 300dpi unterscheiden. (Bei feinen Bildern gilt das nicht, dort können höhere Auflösungen das Druckbild verbessern).

Also sollten Sie Ihren Scanner höchstens auf 150-200dpi und auf Graustufen einstellen.
(Um die Grössenordnung zu zeigen: Eine A4-Seite mit 150dpi und 16 Graustufen ist knapp 1MB gross. Als Jpeg gespeichert benötigt sie ca. 200-400KB Speicherplatz. Dieselbe Seite mit 1200dpi und Echtfarben gescannt ist 400MB gross und wird als JPEG immer noch rund 100MB brauchen, also etwa das 250-fache.Und das, ohne auch nur ein Bit mehr Information zu enthalten, als die 150dpi-Datei.)

Grosse Dateien haben mehrere Nachteile. Dass sie die Datenbank aufblähen, ist nur einer und bei weitem nicht der Wichtigste. Wichtiger ist: Grosse Bilder vom Server auf die Arbeitsstation zu transportieren, braucht Netzwerkbandbreite. Und grosse Bilder anzuzeigen braucht Rechenzeit und Arbeitsspeicher. Auch hier wieder ohne zusätzlichen Informationsgewinn, denn nachdem die Datei übers Netzwerk auf den PC geholt worden und hier unter Zeit- und Speicherverbrauch zum Bild aufbereitet wurde, wird sie einfach wieder runterskaliert auf die Bildschirmgrösse und -Auflösung, was nochmal Rechenzeit kostet.

Also: Verringern Sie entweder Auflösung und Farbtiefe beim Scannen, oder lassen Sie externe Dokumente von einer OCR in Texte umwandeln. Textdateien brauchen sehr viel weniger Speicherplatz als Bilder und haben erst noch den Vorteil, dass sie maschinell durchsuchbar sind.

Meine Dateien sind aber trotzdem zu gross, was kann ich machen?

Mir ist die Fehlemeldung bisher nur bei mysql bekannt. Hier ist die Maximalgrösse eines Datenobjektes standardmässig auf 1MB eingestellt.  Man kann sie folgendermassen vergrössern

Vorsicht! Das Folgende kann, wenn Sie etwas falsch machen, dazu führen, dass der Mysql-Server nicht mehr startet!:

Im Verzeichnis des mysql-Servers (z.B. c:\programme\mysql\mysql server 5.0, oder einem Unterverzeichnis davon) finden Sie eine Datei namens "my.ini" oder "my.cnf". Kopieren Sie zunächst diese Datei, z.B. nach "my.ini.original".

Öffnen Sie die Datei my.ini bzw. my.cnf mit einem Texteditor, z.B. Notepad.exe. Nehmen Sie NICHT Word dafür!

Suchen Sie (bei Notepad.exe im Menü "Bearbeiten-Suchen") den Text max_allowed_packet.

Wenn Sie eine oder mehrere Zeilen finden wie

max_allowed_packet = 1M

dann ändern Sie diese (wenn es mehrere sind alle) in

max_allowed_packet = 16M

Grössere Werte würde ich ausdrücklich NICHT empfehlen.

Wenn Sie keine solchen Zeilen finden, dann suchen Sie nach

[mysqld]
Schreiben Sie UNTERHALB dieser Zeile die Zeile

max_allowed_packet = 16M

Speichern Sie dann die Datei wieder und starten Sie den mysql-Server neu. Danach können Sie mit Omnivore (und anderen) Dateien bis 16MB einlesen.


Dazu noch eine Bemerkung: eine Datei von 16MB über ein 100MBit/s-Lan zu transportieren, dauert etwa 1 1/2 Sekunden. Je nach PC-Geschwindigkeit und Speicherausstattung wird es danach noch einmal 2 bis 10 Sekunden dauern, aus diesem Datenblock ein Bild herzustellen.  Sie müssen also jedesmal, wenn Sie ein solches Dokument anschauen wollen, mit mehreren Sekunden Wartezeit rechnen (Wobei diese Wartezeit ausserhalb und unabhängig von Elexis anfällt). Daher nochmals: Erste Priorität sollte das Überdenken der Scan-Gewohnheiten und -einstellungen haben!

 
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