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Ergänzungen am Abrechnungssystem Drucken
Wenn Rechnungen nicht direkt, sondern über einen Intermediär geschickt werden, oder wenn Rechnungen direkt elektronisch mit den Krankenkassen abgerechnet werden, sind einige Dinge zu beachten, die bisher noch nicht berücksichtigt waren. Ab Elexis 1.3.1 sind daher einige Ergänzungen vorhanden.
  • recipient_ean: Manche Krankenkassen unterscheiden aus irgendwelchen Gründen zwischen ihrer administrativen EAN und ihrer Empfänger-EAN. Für eine elektronisch ausgelieferte Tarmed-Rechnungen sind beide notwendig. Als Empfänger der Rechnung muss die Empfänger-EAN (recipient_ean) eingetragen sein, als Kostenträger die administrative EAN (insurance EAN).

  • intermediate: Wenn die Rechnung elektronisch über einen Intermediär läuft, sollte der Intermediär ebenfalls in der XML-Rechnung aufgeführt sein.

Beispiel:

Angenommen, Sie möchten KVG-Rechnungen bei manchen Patienten normal über den Drucker, bei manchen über einen Intermediär laufen lassen (z.B. je nach Kasse oder je nach Zahlungssituation).
Dann gehen Sie am besten so vor, dass Sie für diese unterschiedlichen Abrechnungsmethoden auch verschiedene Abrechnungssysteme erstellen. Sie können dann beim Erstellen eines Falls jeweils entscheiden, wie dieser Fall abgerechnet werden soll, indem Sie das passende Abrechnungssystem auswählen.

Schritt für Schritt:

Gehen Sie nach Datei-Einstellungen-Abrechnungssysteme und klicken Sie auf "Neu...", um ein neues Abrechnungssystem zu erstellen:




Wählen Sie einen -im Prinzip beliebigen- aussagekräftigen Namen, das Abrechnungssystem -hier immer Tarmed, und die Standard-Rechnungsausgabe für diesen Fall ein (dies kann beim Rechnuingslauf immer noch von Fall zu Fall geändert werden). Geben Sie den in Ihrem Kanton gültigen Taxpunkt ein.

Wichtig sind nun die "notwendigen Daten" und die "Fallkonstanten". Beides sind Daten, die jeweils bei Fällen, die unter dieses Abrechnungssystem fallen, vorhanden sein sollten. "Notwendige Daten" sind dabei Angaben, die bei der Erstellung des Falles bzw. im Fall-Detai-View angezeigt werden. Der Fall wird jeweils auf "grün" geschaltet, wenn diese Daten vollstzändig erfasst sind. die Konstanten dagegen werden für jeden Fall direkt vorgegeben. Im obigen Beispiel werden alle Fälle, die mit diesem Abrechnungssystem erstellt werden, nach KVG abgerechnet, weil die Konstante "Gesetz" auf KVG festgelegt wurde.
Vom Ergebnis her gleichwertig wäre gewesen, "Gesetz" unter "Notwendige Daten" als Text einzutragen. In diesem Fall müsste der Anwender aber jedesmal wenn ein Fall erstelt wird, das Gesetz erfassen.

Die Namen dieser Daten sind nicht beliebig, sondern müssen genau so eingegeben werden, wie das jeweilige Abrechnungssystem es verlangt. Dies muss somit der Dokumentation des Abrechnungssystems entnommen werden. Unser Beispiel gilt für Tarmed, Version Deutschschweiz.

Fall

Jetzt soll ein Fall zu diesem Abrechnungssystem erfasst werden.

Klicken Sie also beim entsprechenden Patienten in der "Fälle"-View auf den roten Stern und wählen Sie das eben erstellte Abrechnungssystem aus.



Sie sehen, dass die unter "Notwendige Daten" eingetragenen Angaben jetzt verlangt werden, die Konstanten dagegen nicht - die sind "im Hintergrund" bereits eingegeben.

Konsultation

Konsultationen erfassen Sie wie gewohnt; hier gibt es keinen Unterschied

Abrechnung

Falls die Krankenkasse elektronisch abrechnen kann und der Intermediär das unterstützt, sollte mdie recipient-EAN der Krankenkasse eingegeben werden. Das geschieht über die Kontakte-View mit dem Feld "Externe IDs".


Unter rEAN kann die recipient EAN eingetragen werden. (Mehr Informationen zum Identifikationssystem hier.

 
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