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Um das Programm nur mal auszupropieren, brauchen Sie dieses Kapitel nicht durchzulesen. Die Standard-Installer enthalten eine Demo-Datenbank, mit der Sie Elexis ausprobieren können. Für die echte Programmanwendung kommen Sie allerdings um diese recht aufwändige Konfiguration nicht herum. Sie müssen dem Programm schliesslich alles mitteilen, was für Ihre Praxis spezifisch ist.
Vorbemerkung Nehmen Sie sich bitte unbedingt genügend Zeit (mehrere Stunden). Wir empfehlen Ihnen, diese Anleitung auszudrucken und Schritt für Schritt durchzuführen. Erster Schritt: Verbindung zur Datenbank herstellen Wenn Sie Elexis zum ersten Mal starten, wird eine lokale HSQL-Datenbank erstellt. In einer Einzeplatzumgebung können Sie damit bereits uneingeschränkt arbeiten. In einer Mehrbenutzerumgebung dagegen müssen Sie Elexis statt mit dieser lokalen Datenbank mit einer zentralen Server-Datenbank verbinden. Es wird im weiteren davon ausgegangen, dass der Server vereits installiert ist, läuft, und gemäss dem Vorschlag in Datenbank eingerichtet wurde. Starten Sie Elexis und wählen Sie im Hauptmenu "Datei-Verbindung". Geben Sie Datenbank-typ, die TCP/IP-Adresse des Servers und den namen der Datenbank ein und klicken Sie auf "next" Geben Sie schliesslich noch den Anwendernamen und das Passwort, so wie sie es bei der Datenbankinstallation festgelegt haben ein, und klicken Sie auf "finish". Wenn alles korrekt ist, sollte jetzt Verbindung mit dem Server aufgenommen werden. Zweiter Schritt: Mandanten und Anwender einrichten - Öffnen Sie die Perspektive "Kontakte",
- Geben Sie unter "Bezeichnung1" den Namen des neuen Mandanten oder Anwenders ein und klicken Sie auf "Neu erstellen"
- Suchen Sie dann den eben erstellten Eintrag in der oberen Liste wieder auf, klicken Sie ihn an und ergänzen Sie die Angaben in der unteren Hälfte. Wie immer bei Elexis brauchen Sie nicht unbedingt alle Felder auszufüllen. "Ernennen" Sie den eben erstellten Kontakt dann zum Mandanten oder Anwender (Ein Mandant ist immer auch gleichzeitig ein Anwender, und beide sind immer auch "Personen"
- Wenn Sie alle Mandanten und Anwender so eingegeben haben, gehen Sie auf Datei-Einstellungen und dort auf den Reiter Zugriffsteuerung - Mandanten
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- Geben Sie dort die entsprechenden Angaben für Ihre eingerichteten Mandanten ein. Für "Kürzel" muss der Anmeldename angegeben werden, für Passwort das Anmeldepasswort. Die restlichen Daten hängen vom Typ des Mandanten ab.
- Gehen Sie dann zum Abschnitt Zugriffsteuernung - Anwender
Geben sie dort für alle definierten Anwender die entsprechenden Daten ein. Vergessen Sie auch nicht, allen Anwendern einen existierenden Standard-Mandanten zuzuordnen ("Für Mandant"). Auch für bereits angelegte Mandaten-Einträge (sie Sie auch in der Anwender-Einstellung wiederfinden, da alle Mandanten auch Anwender sind), sollte ein Standard-Mandant festgelegt werden (Normalerweise er selbst). Der Zugeordnete Mandant definiert, in wessen Auftrag und auf wessen Rechnung der betreffende Anwender normalerweise arbeitet. Dies kann während der Arbeit geändert werden (Unter Datei - Mandant...), aber beim Einloggen wird immer zunächst der Standard-Mandant eingestellt. Dritter Schritt: Laborparameter eingeben - Öffnen Sie zunächst wieder die "Kontakte"-View. Geben Sie dort Ihr Eigenlabor und ihre externen Labors ein. Markieren Sie diese als "Labor"
- Folgen Sie dann der Anleitung unter Labor
Vierter Schritt: Textprogramm konfigurieren Elexis arbeitet bisher nur mit OpenOffice zusammen. Deshalb wird hier auch nur die Konfiguration mit OpenOffice erläutert. - Falls noch nicht geschehen: Installieren Sie OpenOffice (Mindestens Version 2.0)
- Wählen Sie in Elexis Datei-Einstellungen-Textverarbeitung
- Suchen Sie den Pfad des "program" Unterverzeichnisses der OpenOffice Installation auf. Unter Windows wird das standardmässig in c:\programme\OpenOffice.org 2.0\program sein, bzw. an der stelle, wo Sie OpenOffice installiert haben.
- Drücken Sie "Apply", Schliessen Sie die Konfiguration und starten Sie Elexis neu
- Wenn Sie jetzt z.B, die Briefe-Perspektive anwählen, sollte das Fenster von OpenOffice innerhalb des Elexis-Fensters erscheinen. (Dies wird beim ersten Mal recht lange dauern)
Fünfter Schritt: Druckvorlagen erstellen Für einige Formulare sucht Elexis nach vordefinierten Druckvorlagen mit einem festgelegten Namen. Diese definieren das für Ihre Anwendung spezifische Aussehen dieser Formulare. Es müssen jeweils Platzhalter für Variable Daten an den passenden Stellen eingefügt werden. Um eine Formatvorlage zu erstellen, gehen Sie am besten so vor: Schreiben Sie die Vorlage ganz normal in der Textverarbeitung und speichern Sie sie als normales Textdokument. Von Elexis aus wählen Sie dann die Perspektive "Briefe" und rufen das ViewMenu rechts auf. Wählen Sie dort "Text importieren" und suchen Sie ihre vorher erstellte Vorlage auf. Hierdurch wird das Dokument nach Elexis importiert. Sie können jetzt noch Änderungen anbringen, rufen Sie dann wieder das Viewemenu rechts auf und wählen Sie diesmal "Als Vorlage speichern". Für "Name der Vorlage müssen Sie bei den unten aufgelisteten Strandardvorlagen den entsprechenden Namen geben, für eigene Vorlagen können Sie beliebige Bezeichnungen einsetzen. Unter "Mandant" können Sie einstellen, für welchen Mandanten deise Vorlage ist (oder für alle) Im Folgenden jetzt eine Liste der erwarteten Standard-Vorlagen: - Rezept: Hierfür wird eine Formatvorlage mit dem Namen "Rezept" benötigt. Diese kann z.B. so aussehen:
An der Stelle, wo [Rezeptzeilen] steht, werden später die ausgewählten Medikamente eingesetzt. Dieser Platzhalter ist somit notwendig. Alle anderen Elemente der Vorlage "Rezept" sind fakultativ. - AUF-Zeugnis: Eine Formatvorlage für Arbeitszeugnisse. Als Platzhalter können [AUF.Grund], [AUF.von], [AUF.bis], [AUF.Prozent] und alle Standard-Platzhalter eingesetzt werden. Alle sind fakultativ.
- Laborblatt: Für das Ausdrucken von Laborwerten. Die Laborwerte werden beim Platzhalter [Laborwerte] eingesetzt, dieser Platzhalter ist zwingend, andere können nach Wahl gesetzt werden.
Sechster Schritt: Externe Datenbanken einlesen Eine Reihe von Stammdaten kann Elexis aus externen Quellen importieren. Beachten Sie bitte, dass diese Quellen mit einem Copyright versehen sein können, das Sie beachten müssen. Erkundigen Sie sich ggf. bitte bei der Stelle, die die Quellen veröffentlicht. - Tarmed: Von www.tarmedsuisse.ch kann eine Microsoft-Access-Datenbank heruntergeladen werden. Binden Sie diese auf einem Windows-Computer als System-DSN ein. Gehen Sie in Elexis auf die Perspektive "Codes", wählen Sie dort den Reiter "Tarmed" und rufen Sioe das ViewMenu rechts auf. wählen Sie den Eintrag "import" und geben Sie die eben konfigurierte Tarmed-DSN ein. Je nach Geschwindigkeit des PC wird der Import der gesamten Tarmed-Datenbank zwischen einer und 5 Minuten dauern. Eine detaillierte Anleitung für den Import finden Sie hier
- ICD-10: Von DIMDI) können Sie den ICD-Katalog der WHO in computerlesbarer Form herunterladen. Sie benötigen die "ICD-10-WHO-Systematik EDV-Fassung ASCII" und die "ICD-10-WHO-2006 Systematik Metadaten ASCII". Enpacken Sie beite Zip's ins selbe Verzeichnis. Die Warnung, dass eine Datei überschrieben wird, können Sie getrost ignorieren. Gehen Sie in Elexis auf die Codes-Perspektive und dort auf den Reiter "ICD-10" udn wählen Sie wieder "import" aus dem View-Menu. Geben Sie in der folgenden Dialogbox das Verzeichnis an, in das Sie den ICD-Code entpackt haben.
- Medikamente und Medicals: Diese beiden Gruppen werden aus derselben Datenbasis erstellt. Sie benötigen die Liste transfer.dat, die Sie z.B. vom www.e-mediat.ch im Abonnement beziehen können. Wählen Sie die Perspektive "Codes", dort den Reiter Medicals bzw. Medikamente, und dort wieder im View-Menu die Option Import und geben Sie dort die den Pfad zur Transfer.dat-Datei an. Anmerkung: Seit neuerem gibt es vom BAG eine Spezialitätenliste in Form einer Excel-Datei. Ein Importmodul für dieses Format ist in Vorbereitung; dann wird das kostenpflichtige transfer.dat nicht mehr benötigt
- Analysenliste und MiGel: Diese werden vom BAG publiziert, allerdings leider aus unverständlichen Gründen nur in PDF-Form. Es ist deshalb ein zusätzlicher und potentiell fehlerträchtiger Konversionsschritt norwendig, um aus dieser PDF-Datei die Nutzdaten zu extrahieren. Sie benötigen dazu ein entsprechendes Programm, unter Windows beispielsweise TextFromPDF, unter Linux z.B. xpdf. Erstellen Sie mit diesem Hilfsprogramm eine plaintext-Version der Analysenliste, Gehen Sie in Elexis auf die Perspektive "Codes" und dort auf den Reiter Analysen bzw.MiGeL. Dort wieder den Import aus dem Viewmenu aufrufen und den Pfad der konvertierten Datei eingeben.
Siebter Schritt: Patientendaten einlesen bzw. eingeben Jetzt sind Sie mit den Vorbereitungen fertig und können mit dem Eingeben der eigentlichen Arbeitsdaten beginnen. Gehen Sie dazu für alle Patienten so vor, wie in der geführten Tour beschrieben Falls Sie von "PraxisDesktop" auf Elexis wechseln, haben Sie den Vorteil, Patienten automatisch übernehmen zu können: Datei-Datenimport im Elexis-Hauptmenu bringt Sie zum entsprechenden Dialog. Für andere Programme existieren noch keine fertigen Konversionsmodule. |